Sonntag, 12. Juli 2009

FeenCon in Bonn 11. und 12. Juli 2009

von Zauselina Rieko



Gestern war ich auf dem FeenCon in Bonn - Bad Godesberg in der Bonner Stadthalle. Seit 1990 findet er jährlich statt. Schräge Gestalten tummeln sich dort. Es gab Rollenspiele für Erwachsene, aber auch Brettspiele, Kartenspiele, eine große Spielplatte in 3D (Seeschlacht mit Playmo-Schiffen), dazu jede Menge fantastische Literatur, Zeichnungen von Fantasy-Figuren und allerhand Rollenspiel-Zubehör von Schwertern über Beile, bis hin zu Schmuck und Kleidung. Der Außenbereich war für den Mittelaltermarkt vorgesehen. Etwa 80 HändlerInnen und AusstellerInnen boten ihre Waren feil.




Ein Stand hat Met (Honigwein) angeboten. Wer dachte, Honigwein ist Honigwein, kann sich hier eines Besseren belehren lassen: Heller Lindenblüten-Met in lieblicher Note, dunkler Tannen-Met in würziger Note, dazu Mischungen mit Kirschen oder Johannisbeeren mit leicht säuerlichem Beigeschmack. Kleine Probebecherchen mit Teelöffelportionen Met - und schwupps du bist angefixt. Also: LIEBER NICH PROBIERREN IS ECHT LÄCKA ! Preise waren sehr zivil (7 bis 9 €). Ich habe eine Flasche einfachen hellen Met erstanden.
Die Vorankündigungen für die Lesungen von Fantasy-Autoren haben mich natürlich auch interessiert, aber meine Zeit reichte leider nicht.
Eingeladene Autorinnen / Autoren waren:
- Christoph Hardebusch *1974 (Roman "Die Trolle")
- André Wiesler *1974 (Mystery-Trilogie "Die Chroniken des Hagen von Stein")
- Saskia V. Burmeister *1988 (div. Romane, Kurzgeschichten, Hörbücher, Lyrik)
- Ju Honisch (Roman "Das Obsidianherz" )
- Oliver Plaschka *1975 (div. Kurzgeschichten und Romane)
- Linda Budinger *1968 (Romane u.a. "Die Nebelburg", "Der Geisterwolf")
- Alexander Lohmann *1968 (2 Romane für die Reihe "Das schwarze Auge")
- Simone Edelberg (Veröffentlichungen in div. Anthologien)
- Nina Behrmann *1982 (Roman "Seidenfessel")
- Michael Thiel ("Böses Erwachen")
- Torsten Low *1975 (Roman-Zyklus "Dunkel über Daingistan")
- Tanya Carpenter *1975 (3teilige Romanserie "Ruf des Blutes")

Die ganze Veranstaltung war ein wenig mittelalterlich angehaucht, wobei auf Authentizität wenig Wert gelegt wird - ist ja auch mehr eine Fantasie-Welt.
Was mich bei solchen Veranstaltungen immer beeindruckt, ist die friedliche und entspannte Atmosphäre. Obwohl dort ja Fantasy-Freaks Zweikämpfe mit Schwertern und Beilen vollführten, Conan der Barbar einen Auftritt hatte (mit Bierflasche in der Hand), scheint über allem immer eine Anweisung zu schweben: Bitte entspannen,Hektik draußen lassen, genießen!
Wenn ich für die Zeitung unterwegs bin und von Karnvelssitzungen oder Schützenfesten berichten muss, dann stößt mich immer die laute und bierselige Stimmung ab. Dort scheint eher ein unsichtbares Schild zu schweben: Bitte nur unpolitische und harmlose Witze, über alles aufregen, möglichst laut und primitiv daher reden.
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