Dienstag, 21. Juli 2009

Männer

Es gibt viele Vorurteile gegen Männer. Die BRENNENDEN BUCHSTABEN beteiligen sich daran. Die folgenden Episoden - mitten aus dem Leben gegriffen - beweisen, dass die meisten Vorurteile wahr sein müssen.

Episode I
Auf einer Bergstraße. Zwei Autos begegnen sich. In dem einen sitzt eine Frau, in dem anderen ein Mann. Auf gleicher Höhe angekommen, lehnt sich die Frau aus dem Fenster und brüllt:
"Schwein!"
Der Mann brüllt zurück:
"Schlampe!"
Als er fünfzig Meter weiter gefahren ist, steht mitten auf der Fahrbahn ein Schwein. Er kann nicht ausweichen und rast in den Abgrund.
Fazit:
Mitunter kann männliches Nicht-Zuhören-Können tödlich sein.

Episode II
Ein Ehepaar sitzt am Frühstückstisch hinter den Zeitungen. Sie liest ihm vor:
"Die Polizei sucht einen dunkelhaarigen Mann um die Vierzig, der Frauen belästigt."
Er: "Denkst dur wirklich, dass das der richtige Job für mich ist?"
Fazit:
Ja weiß ich jetzt auch nicht.




Über die Urinstinkte im Manne schreibt Mark Twain (1835 -1910) in "Auszüge aus Adams Tagebuch". Da ist man sozusagen direkt in der Werkstatt des Mannes, also nicht in seiner Werkstatt, mit Schrauben und so, sondern in Gottes Werkstatt mit Rippen und Ton. Oder war´s Erde? Staub? Asche? Na wie auch immer. Die komplette Kurzgeschichte könnt ihr bei Projekt Gutenberg nachlesen. Hier die Stelle, wo Adam sich Gedanken über seinen zweiten Sohn macht. (Er weiß noch nicht, dass es sein Sohn ist).

Tags darauf. Ich habe das neue Geschöpf genau mit dem alten verglichen, und es ist gar kein Zweifel, daß sie vom gleichen Schlage sind. Ich äußerte den Wunsch, eines von ihnen für meine Sammlung auszustopfen. Aber sie (Eva) ist gegen das Ausstopfen im Allgemeinen eingenommen, und in diesem Falle wollte sie erst recht nichts davon wissen. So habe ich denn die Absicht wieder aufgeben müssen, obgleich ich denke, daß ich unter allen Umständen darauf hätte bestehen sollen. Man denke sich, daß sie plötzlich wieder abhanden kämen, und stelle sich den Verlust für die Wissenschaft vor, wenn nichts von ihnen zurückbliebe!

Das Ältere von beiden ist auch das weitaus Zahmere. Es kann sogar plappern und lachen, wie ein Papagei. Und da auch Papageien so viel um uns herum sind, bin ich überzeugt, daß es das alles, und die Gabe der Nachahmung überhaupt von ihnen gelernt hat. Na, wer weiß, – vielleicht kommt es zuletzt noch heraus, daß es selbst eine Art Papagei ist. Ich würde mich gar nicht darüber wundern, wenn ich bedenke, was es alles schon gewesen ist seit jenen ersten Tagen, als ich es für einen Fisch hielt. Das neue ist grade so hässlich wie das andere zuerst war; es hat gelblich-rote Fleischfarbe und auf dem Kopf nur hier und da einen ganz leisen Ansatz von Pelz. Sie hat ihm auch schon einen Namen gegeben – Abel nennt sie es.


Zauselina Rieko
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