Dienstag, 18. August 2009

Bücherei auf Info Island

von FirleFanz


Eine große, in gemütlich schwerfälliger Eiche- und Lederoptik eingerichtete Bibliothek für englischsprachige Literatur - die Illumination Library - findet sich auf Info Island.
http://2big.ar/zgq
Vor dem ausladenden Kamin kann man Horror-Literatur genießen. Die Knistergeräusche des Feuers bieten die passende akustische Kulisse zu "Dracula" oder "The Canterville Ghost".

Als riesiges Exemplar mit antikem Cover landet das virtuelle Buch im Inventar und lässt sich auch in der Bibliothek rezzen. Allerdings enthält das Buchobjekt ein Script, das ein Hörbuch abspielt, welches wiederum nur auf eigenem Land hörbar ist, weil man dazu den Stream ändern muss.
H. G. Wells, William Defoe, Bram Stoker, Joseph Conrad - die englischen und amerikanischen Klassiker sind hier versammelt. Aber auch Alexandre Dumas und Leo Tolstoi sind in englischer Übersetzung zu finden.

Das altmodische Ambiente der Bibliothek verleiht dem Ganzen eine ehrfürchtige Atmsophäre. Fast meint man, den Staub der alten Buchdeckel zu riechen und das bröselige Papier zwischen den Fingern zu fühlen.



Nach Anklicken des kleinen Kartei- kastens im Vorder- grund wird man zu einer Webseite geleitet, die den Bestand der Biblio- thek katalogisiert. Das macht die Recherche einfach und schafft Übersicht.

Im ersten Stock kann man so genannte THINC Bücher lesen, Buch- objekte die sich per Script "um- blättern" lassen, also die Seiten wechseln, sodass man einen fortlaufenden Text ohne Notecard lesen kann. Hier stehe ich gerade vor William Blakes "Poem". Die winzige Schrift ist allerdings nur mühselig zu entziffern. Da das Lesen am Bildschirm sowieso eine anstrengende Angelegenheit ist, würde ich keinen Ganztext in dieser Form lesen wollen. Außerdem braucht der Text nervtötend lange, um vollständig geladen zu werden.







In diesem gemüt- lichen Wohn- zimmer würde man nun endlich gerne ein Buch lesen. Der knautschige Sessel lädt zum Verweilen ein. Die Schriftsteller sind beeindruckend: Marx, Hegel, Hobbes, Nietzsche, Kant, Freud - kein einseitig angloamerikanischer Blick, sondern offen für eine europäische Geistesgeschichte. Leider wieder nur Hörbücher, sodass man zum Literatur-Konsum die gemütliche Sitzecke verlassen muss.



In dieser altehrwürdigen Halle komme ich mir nun doch sehr verlassen und mickrig vor. Mag aber auch an den wachsamen Augen Shakespeares liegen, die von einem Gemälde auf mich herab blicken.
Shakespeares Werke kann man hier in den großen THINC Büchern an der Wand rechts lesen. Es sind Kopien der Originaleditionen aus dem 17. Jahrhundert - interessant und schön anzusehen, aber mühselig zu lesen.


Na klar ... das muss ja sein! SL spielt mir zum Abschluss noch einen Streich. Eigentlich wollte ich einen netten Kommentar im Gästebuch (links im Bild) hinterlassen, stattdessen lande ich im Blumentopf, der mich einfach verschluckt.
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