Sonntag, 23. August 2009

The Fiddler´s Green

von Zauselina Rieko


Ein Artikel über das Konzert in Langenfeld wird morgen in der WZ (Westdeutschen Zeitung) erscheinen.

Samstagnacht im Freizeitpark Langfort. Folksfest-Stimmung. Feuerwerk. Fiddler´s Green bringen das Publikum zum Kochen. Die sechsköpfige Band überzeugt sowohl mit irischen Traditionals, die an The Dubliners erinnern, als auch mit Eigenkompositionen eher auf der Linie von The Pogues. Punk, Reggae, Rock und Irish Folk werden frech gemischt zu einem fetzigen Stil, der der Band ein eigenes Gesicht verleiht.

Berührungsängste kennen sie nicht. Als die Stimmung im Publikum durch reichlich Alkohol umzukippen droht, ruft Sänger und Gitarrist Pat Prziwara zum Wall of Death auf, den er aber in den Wall of Folk umbenennt – das Publikum bildet eine Mittelgasse, die eine Hälfte des Publikums muss auf Kommando auf die andere Hälfte zutanzen, ohne dass jemand angerempelt wird. Das Publikum macht den Riesenspaß mit, die alkoholisierte Stimmung wird kanalisiert.

Ein kleines Feuerwerk im Hintergrund begleitet etwa eine Viertel Stunde lang das Konzert. Überraschung auch für die Bandmitglieder. Zum Abschluss dürfen neun Zuschauer auf die Bühne, um eine Background Tanzgruppe abzugeben. Tobias Heindl, der Mann an der Geige, meint: „Das Spielen mit dem Publikum ist Bestandteil unserer Show.“

Am Ende braucht es drei Zugaben, bevor die Folks-Leute die Bühne endgültig verlassen dürfen. Auch der Abschiedssong „Bugger off“ („Verzieh dich“) – ein altes irisches Sauflied - sorgt mehr dafür, dass weiter gerockt wird. . „Es gibt keine Ecke in Deutschland wo wir noch nicht waren“, sagt Heindl. „Möglicherweise werden wir im Januar wieder in Langenfeld spielen.“
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