Mittwoch, 28. August 2013

Heidelberg literarisch

von Zauselina Rieko

Ein Stereoskop, das eindimensionale Bilder mit dem Eindruck einer 3D-Ansicht versieht. Das dreidimensionale Kino ist gar nicht sooo neu ...

Den Montag habe ich in Heidelberg verbracht. Hier auf dem Blog lasse ich euch teilhaben an den literarischen Eindrücken. Es gab natürlich noch viel mehr, aber da mich selber auch mehr die Details als die tausendfach fotografierten Touristenattraktionen interessieren, biete ich einen Blick in die Seitengassen und Buchläden an.

Das berühmte Kochbuch von Henriette Davidis-Zäch (1801 - 1876). Aus welchem Jahr dieses Exemplar ist, konnte ich nicht erkennen. Das Buch wird bis in die heutige Zeit aufgelegt, wenngleich mit modernisierten Anpassungen. Ein Beispiel ist die Torte, die man im 19. Jh mit 20 Eiern buk. Dazu nimmt man heute eher Backpulver. Großer Verdienst der H. Davidis war, dass sie die Tätigkeit der Hausfrau als Beruf verstand, zu dem eine fundierte Ausbildung gehörte. Diese Anerkennung fehlte bis dato. Es handelt sich hier also nicht nur um eine Rezeptsammlung, vielmehr werden grundlegende Begriffe der Haushaltung einschließlich Finanzverwaltung, Einkauf und Logistik, Vorratshaltung, Gerätekunde und Personalführung erklärt. Ich selber besitze zwei Exemplare dieses Buches: eines aus den 80er Jahren und eines aus dem Jahr 1912. Letzteres ist für mich als Historikerin nicht uninteressant im Hinblick auf die rassistischen Bemerkungen im Zusammenhang mit dem Haushalt in einer Kolonie. Die Behandlung des schwazhäutigen Personals war geprägt von rassistischen Einstellungen. Die Ratschläge für Hausangestellte in jüdischen Haushaltungen waren hingegen nicht antisemitisch. Ein Vergleich mit dem Original der ersten Auflage wäre interessant. Das Kochbuch ist ein Spiegel der Zeit und aussagekräftiger als jedes Geschichtsbuch. 

Elektroherd anno ?

Bücher auf der Fensterbank. Davon gab es mehrere in Heidelberg. Witzige Verkaufsgewohnheit. 

Freitag, 23. August 2013

Nochmal Pixelgrillen

von Zauselina Rieko

Gute Gaben für brave Knaben
(Ja die Mädchen passen nu leider nich in den 

Reim ... klingt komisch, is aber so.)

Das Pixelgrillen am letzten Samstag mit Autoren / Autorinnen, Bloggern / Bloggerinnen, Second Lifern / Second Liferinnen und allerlei sonstigen netten Menschen / Menschinnen war ein tolles RL Event, bei dem Welten verschmolzen - das Web 2.0 der Bloggosphäre, das Web 3.0 von SL, die Papierebene der Bücher mit dem realen Hier und Jetzt (Ach was ist schon real ?!?). Und auf dem Bild da oben seht ihr die Geschenke, die hier im RealKrümelKram ankamen: eine Winke-Katze, ein spaciges Bild, Bücher, Weinbrand, eine 20-Meter-Teleskopgabel und superscharfe Grillsoße. Vielen Dank an euch noch mal! 

Wer sich von noch mehr Bildern inspirieren lassen möchte, eventuell im nächsten Jahr dabei zu sein, kann hier mal gucken:

und Gedichte zum Spektakel sind hier:

Dies ist meine Meinung dazu, wenn man nicht zum Treffen im RealKrümelKram kommen will ! So nu isses raus !



Samstag, 17. August 2013

Tote im Kafé

von FirleFanz Roxley




Gestern (Freitag, 16. August 13) las die Autorin E. M. Jungmann im Kafé KrümelKram aus der Anthologie "Zur Hölle einfach weitergehen", deren Herausgeberin sie ist. Das Kafé war indes wunderhübsch dekoriert mit einigen Verstorbenen. Auch den Kueperpunk hatte es dahin gerafft - er lag als tote Leiche mit Polizeimarkierung auf dem Boden.
Die Technik machte leider Zicken. Zeitweise war der Voice-Chat abgehackt. Zum Glück ist das Publikum des KKK geduldig und verständnisvoll und überstand mehrere Relogs.
Dem wirklich guten Text hat es keinen Abbruch getan. Es ging um einen Schriftsteller, der seinem erfolgreicheren Kollegen den Erfolg neidet und Rache übt.









Freitag, 16. August 2013

E.M.Jungmann liest live

von Kueperpunk Korhonen



E.M. wird bei uns live eine Story aus der Anthologie "Zur Hölle einfach weiter gehen" lesen, bei der sie auch als Herausgeberin veranwtortlich zeichnet. Am Freitag, den 16. August ab 20 Uhr.

Die SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/45/170/34

Donnerstag, 15. August 2013

Pixelgrillen - die Vorbereitungen

von Zauselina Rieko


Am Samstag, den 17. August steigt das Pixelgrillen auf der Gartensim in RL Herne. Wie auf dem Bild oben zu erkennen, wird schon fleißig vorbereitet. Ein Zweitgrill wurde angeschafft, die Vorräte an Grillsoßen aufgestockt und am Freitag wandern die ersten Salate in die Schüsseln und dann in den Kühlschrank. So ich geh jetzt mal an den Umwelteinstellungen drehen, damit es nicht zu wettertechnischen Pannen wie R e g e n oder N e b e l oder sonstwas kommt.

Montag, 12. August 2013

Rückblick

von Zauselina Rieko



Gestern, Sonntag, den 11. August lasen zuerst Bernhard Giersche, danach Thorsten Küper im Rahmen des Relay for Life. Die Spenden des Abends kamen der amerikanischen Krebshilfe zugute. Giersche las einen Text aus Das letzte Sandkorn. Leute, die sich aufgrund vorheriger Lesungen das Buch gekauft hatten, äußerten sich positiv. Küper las aus der Anthologie Fieberglasträume seine Geschchte Demeters Garten. Über dem Kafé KrümelKram hatten die Cyberpunks for Life eine dem Thema Cyberpunk entsprechend dekorierte Plattform errichtet.
Bilderstrecken zu beiden Abenden sind zu finden auf BukToms Blog:
http://buktomblog.blogspot.de/2013/08/sl-secondlive-lesung-cyberpunk-charity.html
http://buktomblog.blogspot.de/2013/08/2teil-sl-secondlive-lesung-cyberpunk.html







Sonntag, 11. August 2013

Cyberpunks for Life

von Zauselina Rieko

(C) FirleFanz Roxley

Hier einige Eindrücke von der gestrigen Lesung mit Michael Iwoleit und Christian Günther. Es kamen einige Spenden herein, die direkt an die Relay For Life (amerikanische Krebshilfe) gehen. Heute Abend ab 20:00 Uhr werden Bernhard Giersche und Thorsten Küper lesen. 
http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/19/233/503

(C) FirleFanz Roxley

(C) FirleFanz Roxley

(C) FirleFanz Roxley

Samstag, 10. August 2013

Geschlossene Facebook-Gruppe

von FirleFanz Roxley



Warum sollten die Brennenden Buchstaben auf Facebook eine geschlossene Gruppe haben? Und was heißt "geschlossen"? "Geschlossen" bedeutet, dass nur Gruppenmitglieder posten können und dass neue Mitglieder und neue Beiträge von den Administratoren freigeschaltet werden müssen. Man kann es als Zensur auffassen. Aber wenn man folgenden Beitrag liest, den ein M... V... mit französischer E-Mail-Adresse versucht hat, in der Facebook-Gruppe unterzubringen, versteht man unsere Zensurbestrebungen vielleicht.

Sie müssen die Finanzierung. Träumen Sie von zu Hause aus. Sie wollen Kredit für eine vorgeschlagene Änderung von Auto zu erreichen. Funding Ausbildung Ihrer Kinder. Renovierung der eigenen Wohnung und Sie weigerte sich, Hypotheken. Durch die Nachteile, führen Sie das Geld aus, um auf diesem neuen Projekt zu beteiligen. Dies ist nicht sehr ernst, weil wir Ihnen ein Darlehen glaubwürdig von 2000 bis 10.000.000 € auf einem sehr attraktiven Zinssatz von 1 bis 30 Jahre Rückzahlung bieten. Ist das Guthaben zu berücksichtigen und als Finanzierungsinstrument zur Verfügung eingesetzt werden. Bitte sehen uns, weil Sie Ihre zweite Chance Kredit Individuen haben. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail: mXXX.kredit@yahoo.fr

Selbiger M... V... wurde dann mit seinem Posting nicht in der Gruppe freigeschaltet, woraufhin er das Posting heraus nahm, was heißt, dass es nicht mehr in der Warteschlange für freizuschaltende Postings zu sehen war. Aber damit nicht genug - Minuten später erschienen unter den letzten 20 Beiträgen von Gruppenmitgliedern Kommentare, die immer nur den gleichen Text aus oben erwähntem Posting enthielten. Also: Man wird in der Gruppe nicht freigeschaltet und kopiert einfach seine unverschämte und grottenschlecht übersetzte Werbung und haut sie in die Kommentarfunktion. Und diese Kommentare kann man nicht unterbinden, nur jeden einzeln entfernen. ES NERVT! Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, die Gruppe auch noch auf "geheim" zu stellen. Dann könnten zwar nur Mitglieder die Gruppe und ihre Inhalte sehen und solche Werbeflut bliebe uns erspart, aber wir wären auf Facebook auch von niemandem zu finden, der nach Literaturaktivitäten sucht. Wäre doch schade ... Das lassen wir uns von euch Werbeheinis nicht verderben!

Dienstag, 6. August 2013

Lesung mit den Cyberpunks for Life

von Kueperpunk Korhonen




Auch die Brennenden Buchstaben nehmen teil an der  Relay for Life Aktion. Einnahmen, die während dieser Events gemacht werden, kommen der American Cancer Society zugute (ACS). 
Die Brennenden Buchstaben unterstützen das Team Cyberpunks for Life  mit einer von uns organisierten Lesung am 10. und 11. August. Nein, natürlich kostet diese Lesung keinen Eintritt, ihr könnt aber gern einen der aufgestellten Aktionsvendoren nutzen. 
Für euch werden lesen: Michael Iwoleit, Christian Günther, Bernhard Giersche und Thorsten Küper. Die Lesungen finden am Samstag und Sonntag jeweils ab 20 Uhr in einer extra dafür gebauten Cyberpunk Metropole statt. 
Wir freuen uns, dass wir dabei sein können. Nicht zuletzt weil wir hier in SecondLife ebenfalls mehrere Freunde durch Krebserkrankungen verloren haben. 

Montag, 5. August 2013

Künstliche Welt - Welt der Kunst

von Zauselina Rieko



Einen Artikel aus dieser Woche zu Second Life findet man auf FOCUS online. Tahssin Asfour schreibt dort auch über die Kunst- und Kulturszene. Ein, wie ich finde, bemerkenswerter Artikel, sticht er doch aus den sonst üblichen Berichten über Metaversen in der Art heraus, als dass man merkt, dass sich der Autor in SL selber umgesehen haben muss. 
http://www.focus.de/digital/gastkolumnen/asfour/3d-chats-mit-musik-als-dj-in-der-virtuellen-community_aid_1046337.html
Bei anderen Berichten zum Thema "virtuelle Welten" hat man ja meist eher den Eindruck, der Kritiker habe sich einmal 2007 in SL eingeloggt oder schreibe einfach die bereits fünfzehnte standardisierte Version einer SL-Kritik neu ab. Auch die anderen (älteren) Berichte über Second Life auf FOCUS online sind ausgewogen. 
Langsam bin ich die Berichte über den Hype 2007 oder die verschwundenen Unternehmen oder die gescheiterten Geschäftsmodelle oder den Sex mit Welpen ziemlich leid! Ein kritischer Blick auf alle Internet-Aktivitäten soll sein, denn die Demokratie darf vor dem Toren des Web nicht Halt machen, aber ein Blick, der nur Sex und Geschäftspolitik beobachtet, ist eingeengt und auch nicht demokratisch.
Es hört sich so an, als ob ich Second Life mag? Das ist gut so! Ich mag es nämlich tatsächlich. Es ist eine Plattform für Kunst und Kultur, auf der man ganz neue Wege gehen kann. Ist es nicht das Ureigenste der Kunst, neue Wege zu gehen? Ausgetretene Trampelpfade, die schon von vielen Herden breit getreten wurden, zu verlassen? Die Sicherheit des Bekannten und Gewohnten hinter sich zu lassen und neue Wege zu finden oder sogar zu erfinden? Dass Firmen Second Life verlassen haben, ist für mich nichts, dem ich eine Träne nachweine. Dass sich Kunst und Kultur in SL ausbreiten, ist ein Indikator des geistigen Niveaus seiner NutzerInnen. Diese haben entschieden, keine virtuelle Riesenwerbeplattform zu brauchen und stattdessen lieber die Demokratisierung der Kunst voran zu treiben. Vielleicht ist es ja das, was einigen Leuten nicht passt: Hier entscheiden ein paar gewöhnliche Menschen darüber, was sie für Kunst halten und machen einfach!